Krankenhäuser sind auf eine zuverlässige Versorgung mit medizinischen Gasen angewiesen. Sauerstoff, Druckluft, Kohlendioxid und weitere Gase werden über komplexe Leitungssysteme verteilt. Diese Systeme bestehen aus vielen Leitungen, Verbindungen und Entnahmestellen. Jede dieser Stellen kann mit der Zeit zur potenziellen Leckagequelle werden.
Sauerstoffleckagen im Krankenhaus sind häufig schwer zu erkennen. Größere Leckagen fallen meist schnell auf. Kleine Leckagen sind dagegen oft nicht hörbar und bleiben im laufenden Betrieb unentdeckt. Über große Systeme hinweg können sich diese Verluste dennoch wirtschaftlich und sicherheitstechnisch bemerkbar machen.
Warum kleine Leckagen relevant sind
Eine von FLIR zitierte Untersuchung aus 12 spanischen Krankenhäusern schätzte den jährlichen Sauerstoffverbrauch auf etwa 350 Kubikmeter pro Bett. Ein großes Krankenhaus mit 1.000 Betten würde damit rund 350.000 Kubikmeter Sauerstoff pro Jahr verbrauchen.
Schon ein Verlust von 1 % würde in diesem Beispiel rund 3.500 Kubikmeter Sauerstoff pro Jahr bedeuten. Einzelne kleine Leckagen wirken im Alltag möglicherweise unbedeutend. In einem weit verzweigten Leitungssystem mit vielen tausend Verbindungen kann daraus jedoch ein relevanter Kostenfaktor entstehen.
Hinzu kommt der Sicherheitsaspekt. Sauerstoff selbst ist nicht brennbar, kann aber Brände stark fördern. Deshalb sollten Leckagen in Sauerstoffsystemen nicht dauerhaft toleriert werden.
Akustische Bildgebung erkennt Leckagen, die nicht hörbar sind
Die FLIR Si2-LD ist eine tragbare Schallkamera, die Schallquellen im Ultraschallbereich erkennt und auf einem Kamerabild sichtbar macht. Dadurch können Wartungsteams Leckagen lokalisieren, die für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind.
Laut FLIR erkennt die Si2-LD Leckagen ab 0,0032 Litern pro Minute aus bis zu 2,5 Metern Entfernung. Aus 10 Metern Entfernung können noch Leckagen von 0,05 Litern pro Minute erkannt werden. Das ist besonders hilfreich für erhöhte Rohrleitungen oder schwer zugängliche Bereiche, bei denen Leitern oder Plattformen den Krankenhausbetrieb stören würden.
Relevante Funktionen für Krankenhausumgebungen
Für Krankenhäuser sind vor allem sichere, schnelle und möglichst störungsarme Prüfungen wichtig. Die FLIR Si2-LD unterstützt diese Anforderungen durch:
- berührungslose Leckageortung aus Distanz
- Erkennung von Schallquellen im Bereich von 2-130 kHz
- 12-MP-Kamera mit 5-Zoll-HD-Display
- 8-fach-Zoom für weiter entfernte Prüfpunkte
- LED-Beleuchtung für dunkle oder schlecht einsehbare Bereiche
- Quantifizierung von Leckagen und möglichen Kosten
Die Prüfung kann dadurch gezielter erfolgen, ohne sensible Bereiche unnötig zu beeinträchtigen.
Nicht nur Sauerstoff: Weitere medizinische Gase prüfen
Die FLIR Si2-LD kann laut FLIR nicht nur Sauerstoffleckagen erkennen und quantifizieren. Auch Stickstoff, Ammoniak, Kohlendioxid und Druckluft gehören zu den Gasen, die mit der integrierten Software bewertet werden können.
Gerade in Krankenhäusern ist Druckluft ebenfalls ein wichtiger Betriebsstoff, etwa für pneumatische Instrumente oder technische Systeme. Eine strukturierte Leckageprüfung kann daher mehrere Versorgungsbereiche abdecken.
Mehr Sicherheit und Effizienz bei medizinischen Gasen
Sauerstoffleckagen im Krankenhaus sind nicht nur ein Kostenfaktor. Sie betreffen auch Betriebssicherheit, Verfügbarkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit medizinischen Gasen.
Akustische Bildgebung mit der FLIR Si2-LD hilft, kleine und schwer hörbare Leckagen schnell zu lokalisieren, zu quantifizieren und gezielt zu beheben. Für technische Dienste und Facility-Management-Teams im Krankenhaus ist das ein praxistauglicher Ansatz, um Gasverluste zu reduzieren und die Sicherheit der Versorgungssysteme zu verbessern.
