Die Glasproduktion ist auf Präzision, Prozesssicherheit und Energieeffizienz angewiesen. Moderne Anlagen nutzen automatisierte Systeme, digitale Steuerungen und kontinuierliche Qualitätsüberwachung. Trotzdem bleibt ein wichtiger Kostenfaktor oft unsichtbar: Druckluft.
Druckluftleckagen in der Glasproduktion können hohe Energieverluste verursachen. Sie senken den Systemdruck, belasten Kompressoren und können sich negativ auf die Prozessstabilität auswirken. Besonders in Anlagen mit langen Laufzeiten und hohem Druckluftbedarf summieren sich kleine Leckagen schnell zu relevanten Kosten.
Druckluft als unsichtbarer Energieträger
Druckluft wird in Glaswerken an vielen Stellen eingesetzt. Sie betätigt Ventile, treibt pneumatische Systeme an, unterstützt Förderprozesse, betreibt Werkzeuge und wird zum Spülen oder Reinigen von Komponenten genutzt.
Das Problem: Druckluft ist teuer in der Erzeugung. Jede unentdeckte Leckage bedeutet, dass Energie aufgewendet wird, ohne produktiv genutzt zu werden. Laut FLIR kann eine Leckage mit 3 mm Durchmesser bei 6 bar und 8.000 Betriebsstunden pro Jahr Kosten in der Größenordnung von 2.800 Euro verursachen.
In großen Produktionsanlagen ist die eigentliche Reparatur oft nicht der schwierigste Teil. Der größere Aufwand liegt darin, die Leckagen überhaupt zu finden.
Akustische Bildgebung für die Leckageortung
Mit einer Schallkamera wie der FLIR Si2-LD lassen sich Druckluftleckagen sichtbar machen. Das Gerät erkennt Ultraschall, der bei austretender Druckluft oder austretenden Gasen entsteht, und legt die Schallquelle auf ein Kamerabild. Dadurch sehen Anwender direkt, wo sich eine Leckage befindet.
Das ist in Glaswerken besonders nützlich, weil viele Produktionsbereiche laut, schlecht beleuchtet oder schwer zugänglich sind. Die FLIR Si2-LD arbeitet im Frequenzbereich von 2-130 kHz und verfügt über integrierte LED-Leuchten, die die Identifikation von Komponenten auch in dunkleren Bereichen erleichtern.
Nicht nur Druckluft: Auch industrielle Gase im Blick
In der Glasproduktion werden neben Druckluft auch weitere Gase eingesetzt. Die FLIR Si2-LD kann laut FLIR mit integrierter Software unter anderem Leckagen von Sauerstoff, Stickstoff, Ammoniak und weiteren industriellen Gasen erkennen und quantifizieren.
Das ist nicht nur aus Kostensicht relevant. Einige Gase können bei unkontrolliertem Austritt Sicherheitsrisiken erzeugen, etwa durch Brandgefahr, toxische Bedingungen oder kritische Konzentrationen in bestimmten Anlagenbereichen.
Leckagen erkennen, quantifizieren und priorisieren
Ein wichtiger Vorteil akustischer Bildgebung liegt in der Kombination aus Ortung und Bewertung. Die Kamera zeigt nicht nur, wo eine Leckage liegt, sondern kann auch bei der Abschätzung von Verlusten unterstützen. Wartungsteams erhalten dadurch eine bessere Entscheidungsgrundlage.
Statt Leckagen nur zu sammeln, können sie priorisiert werden:
- Welche Leckage verursacht die höchsten Kosten?
- Welche Leckage beeinflusst den Prozessdruck?
- Welche Stelle ist sicherheitsrelevant?
- Welche Reparatur lässt sich schnell umsetzen?
Diese Priorisierung verbessert die Effizienz der Instandhaltung und unterstützt einen wirtschaftlicheren Betrieb.
Mehr Effizienz für die Glasproduktion
Druckluftleckagen in der Glasproduktion sind ein unsichtbarer, aber relevanter Kostenfaktor. Akustische Bildgebung hilft, diese Verluste sichtbar zu machen, ohne den laufenden Betrieb unnötig zu unterbrechen.
Mit der FLIR Si2-LD lassen sich Leckagen schnell lokalisieren, quantifizieren und gezielt beheben. Für Glaswerke bedeutet das geringere Energieverluste, bessere Prozesssicherheit und eine effizientere Instandhaltung.
